Gordischer Knoten durchschlagen – aber geschenkt ist nicht kostenlos

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Die FDP Hattersheim begrüßt, dass sich nach Jahren des Stillstands endlich eine Lösung für den historischen Sarotti-Schornstein abzeichnet. Damit können die Einschränkungen für Anwohner und die benachbarte Kita voraussichtlich bald aufgehoben werden. Gleichzeitig bleibt ein prägendes Stück Hattersheimer Industriegeschichte erhalten.

„Für die Anwohner und die Kita ist es eine gute Nachricht, dass nach der langen Zeit der Einschränkungen nun eine Lösung gefunden wurde und die Beschränkungen absehbar aufgehoben werden können“, erklärt FDP-Magistratsmitglied Rainer Hinz.

Nach den bekannt gewordenen Plänen soll der Schornstein künftig in das Eigentum der Stadt übergehen. Die FDP sieht darin grundsätzlich eine Chance, mahnt aber zu einem verantwortungsvollen Umgang mit den langfristigen Folgen.

Ein Kaufpreis von null Euro bedeute nicht automatisch, dass auch dauerhaft keine Kosten entstehen. Sicherung, Unterhaltung oder spätere Sanierungen könnten die Stadt über viele Jahre beschäftigen. Deshalb müsse vor einer Übernahme transparent sein, welche Verpflichtungen und Risiken mit dem Eigentum verbunden sind.

„Gerade in der aktuellen Haushaltslage dürfen wir nicht nur auf den Kaufpreis schauen. Wichtig ist, welche Verantwortung und welche Folgekosten die Stadt langfristig übernimmt“, betont FDP-Fraktionsvorsitzender Oliver Wiendl.

Eine museale Nutzung des Schornsteins lehnt die FDP dagegen ab. Zusätzliche freiwillige Leistungen mit neuen Investitions- und Betriebskosten seien angesichts der angespannten Haushaltslage derzeit nicht vertretbar. Eine Gedenktafel oder eine andere schlichte Form der Erinnerung an die Industriegeschichte könne dagegen durchaus sinnvoll sein.

Für die FDP gilt deshalb: Industriegeschichte bewahren und solide Haushaltspolitik schließen sich nicht aus. Entscheidend ist, dass vor einer Übernahme vollständige Kosten- und Risikotransparenz besteht.