„In den aktuellen Debatten wird oft vergessen, was erreicht wurde“ – FDP zieht Bilanz nach zehn Jahren Stadtpolitik
In Hattersheim wird derzeit viel über organisatorische Fragen und Unstimmigkeiten in der Verwaltung diskutiert. Solche Debatten gehören zur Kommunalpolitik dazu. Dabei gerät jedoch leicht aus dem Blick, was sich in der Stadt in den vergangenen zehn Jahren auch positiv entwickelt hat.
Zum Abschluss des Wahlkampfs blickt die FDP Hattersheim deshalb auf eine Dekade gemeinsamer Verantwortung in der Stadtregierung zurück. In dieser Zeit arbeitete sie in einer Koalition mit CDU und Freien Wählern zusammen.
„In den aktuellen Debatten wird manchmal vergessen, was in einer Stadt über die Jahre tatsächlich erreicht wurde“, sagt der FDP-Ortsvorsitzende Norbert Reichert. „Wenn man sich Hattersheim heute anschaut, sieht man: In vielen Bereichen hat sich unsere Stadt positiv entwickelt.“
Ein zentrales Anliegen der FDP war dabei stets, die Bürgerinnen und Bürger nicht zusätzlich finanziell zu belasten. So wurde unter anderem die Straßenbeitragssatzung abgeschafft, die Hauseigentümer bei Straßensanierungen mit erheblichen Einmalzahlungen belastet hätte. Auch eine automatisierte Erhöhung der Grundsteuer konnte verhindert werden.
Parallel dazu wurden wichtige Projekte für die kulturelle Infrastruktur der Stadt umgesetzt. Die Sanierung der Stadthalle sowie die Eröffnung des Stadtmuseums stärken das kulturelle Leben in Hattersheim nachhaltig. Mit Veranstaltungsformaten wie „Hattersheim geht raus“ wurde zudem das kulturelle Angebot weiter ausgebaut und stärker in die Öffentlichkeit getragen.
Auch im Bereich Sport und Freizeit wurde investiert. Neben der Modernisierung von Sportanlagen, insbesondere in Eddersheim und Hattersheim, entstanden neue niedrigschwellige Bewegungsangebote wie die Calisthenics-Anlagen, die von vielen Bürgern genutzt werden.
Ein weiterer Schwerpunkt der vergangenen Jahre war die Stadtentwicklung und das Erscheinungsbild der Stadt. Verschiedene Maßnahmen zur Aufwertung öffentlicher Flächen – etwa rund um das „Grüne Haus“ – haben dazu beigetragen, dass sich Hattersheim heute vielerorts sichtbar gepflegter präsentiert.
Auch bei der Digitalisierung der Verwaltung hat Hattersheim in den vergangenen Jahren deutliche Fortschritte gemacht. Viele Verwaltungsleistungen sind inzwischen digital verfügbar, und die Stadt gehört heute zu den kommunalen Vorreitern bei der Digitalisierung.
„Gerade bei der Digitalisierung zeigt sich, dass Hattersheim in vielen Bereichen weiter ist, als man auf den ersten Blick denkt“, sagt Reichert. „Das erleichtert den Bürgern den Zugang zur Verwaltung und macht Abläufe effizienter.“
Darüber hinaus hat sich die Koalition immer wieder dafür eingesetzt, zusätzliche Bürokratie zu vermeiden. So konnten beispielsweise eine Leerstandssatzung und eine Baumschutzsatzung verhindert werden, die aus Sicht der FDP zusätzliche Regulierung bedeutet hätten.
Auch bei den städtischen Finanzen sei es gelungen, einen verantwortungsvollen Kurs zwischen notwendigen Investitionen und finanzieller Stabilität zu halten.
„Kommunalpolitik ist kein Wunschkonzert und nicht jedes Projekt verläuft reibungslos“, so Reichert. „Aber insgesamt zeigt der Blick zurück, dass pragmatische Zusammenarbeit viele Fortschritte möglich gemacht hat.“
Dazu gehöre auch, dass sich viele Bürger wieder stärker mit ihrer Stadt identifizieren. „Wenn man sieht, wie gut Veranstaltungen angenommen werden oder wie selbstverständlich neue Sportangebote genutzt werden, merkt man: Hattersheim ist eine lebendige Stadt.“
Mit Blick auf die kommenden Jahre betont die FDP, diesen Kurs fortsetzen zu wollen: „Unser Ziel bleibt eine Stadt, die sich weiterentwickelt, ohne ihre Bürger unnötig zu belasten.“
