Pressemeldung zur Anbindung von Hattersheim an den Radschnellweg FRM3

11.09.2023

Der geplante Radschnellweg Frankfurt – Wiesbaden („FRM3“) soll Fahrradfahrern eine schnelle, sichere und komfortable Verbindung zwischen den beiden größten Städten des Rhein-Main-Gebietes ermöglichen. Die vom Regionalverband im März dieses Jahres präsentierte Vorzugsvariante verläuft von Wiesbaden kommend entlang der BAB A66, bis sie das Hattersheimer Stadtgebiet im Nordosten tangiert und im weiteren Verlauf entlang der B40 und der Mainzer Landstraße bis ins Zentrum der Stadt Frankfurt führt. „Eine Fahrrad-Autobahn bringt nicht viel, wenn es in Hattersheim keine vernünftige Auffahrt auf diese gibt“, sagt Norbert Reichert, Vorsitzender des FDP-Ortsverbandes, besonders im Hinblick auf die Stadtteile Eddersheim und Okriftel. Die Liberalen haben sich deshalb das Fahrradwegenetz in Hattersheim genauer angesehen und ihrerseits eine Vorzugsvariante entwickelt, die alle Stadtteile miteinbezieht. Zur Vorstellung ihres Konzeptes luden die Liberalen alle interessierten Bürger der Stadt am 09.08.2023 in ihr Fraktionszimmer im Karl-Eckel-Weg.  Bei Snacks und Getränken präsentiert FDP-Mitglied Roman Oldenburg den geplanten Streckenverlauf: „Als südlichen Startpunkt haben wir die Eddersheimer Staustufe gewählt. Von hier aus verläuft die geplante Route entlang der Mönchhofstraße und des Fasanenweges bis zur Querung der Rheinstraße. An dieser Stelle wird die erste von insgesamt drei baulichen Maßnahmen erforderlich, die wir für die Umsetzung unseres Konzepts identifiziert haben.“ Die Liberalen fordern den Bau einer Lichtsignalanlage mit bedarfsabhängiger Signalsteuerung, um den Radfahrern das sichere und zügige Kreuzen der vielbefahrenen Rheinstraße zu ermöglichen. „Von hier aus folgt der Streckenverlauf der Verlängerung des Fasanenweges, herum um den Okrifteler See, über Steinweg u. Sterntalerweg, Rotkäppchenweg, Rossertstraße und Rossertweg auf die Wasserwerkschausse und auf den Wirtschaftsweg zum Hugo-Hoffmann-Ring.“ so Oldenburg weiter. Hier trifft die Route schließlich auf das zweite bauliche Hindernis, die Bahntrasse der Taunus-Eisenbahn von Frankfurt Main (Hbf.) nach Wiesbaden (Hbf.). Die zweite Maßnahme zur Realisierung des Konzeptes ist nach Vorstellung der Liberalen deshalb eine barrierefreie Überführung über Voltastraße und Bahntrasse. „Ein solches Querungsbauwerk ist seit längerem im Gespräch. Gleich mehrere Vorteile würden sich durch die Umsetzung dieser Maßnahme ergeben: neben dem Lückenschluss der Radverkehrsachse Eddersheim – Hattersheim auch der lange überfällige barrierefreie Zugang zum Bahnsteig des S-Bahn Haltepunktes Hattersheim und eine vom Kraftverkehr entkoppelte barrierefreie Querung von Voltastraße und Bahntrasse.“ ergänzt Norbert Reichert. Auch über die dritte Stelle, an der nach Ansicht der FDP eine bauliche Maßnahme erforderlich wird, sei bereits öffentlich diskutiert worden, so Oldenburg weiter. Gemeint ist die Unterführung der Mainzer Landstraße. An diese käme der Streckenverlauf, nachdem die Rathausstraße, Hauptstraße, Erbsengasse und der Stadtpark passiert wurden. „Aktuell ist das Lichtraumprofil der Unterführung zu niedrig und zu schmal, um einen sicheren Begegnungsverkehr für Radfahrer und Fußgänger zu ermöglichen“ sagt Oldenburg. Es müsse zeitnah geprüft werden, ob und wie sich dieses Nadelöhr entschärfen ließe, damit man zu gegebener Zeit vorbereitet sei, die Maßnahme umzusetzen. Zum Beispiel im Zusammenhang mit einer ebenfalls bereits öffentlich diskutierten Sanierung der Mainzer Landstraße. Von hier aus führt die Vorzugsvariante der Hattersheimer FDP über den Karl-Eckel-Weg, vorbei an der Stadthalle und der Hattersheimer Sporthalle, über eine bereits existierende Brücke über den Schwarzbach und entlang der Sossenheimer Straße bis zur Anschlussstelle an die geplante Trasse des FRM3.

Oldenburg, selbst studierter Bauingenieur, fasst die Vorteile der vorgeschlagenen Route zusammen: „Besonders hervorzuheben ist die Trennung der Fahrradroute von den Hauptverkehrsstraßen, also die weitgehende Trennung von Fahrrad- und Kraftverkehr. Außerdem haben wir bei der Streckenführung bewusst darauf geachtet, diese entlang bereits existierender und befestigter Wege zu planen. Entlang der Route liegen alle zentralen Elemente des öffentlichen Lebens in der Stadt Hattersheim, wie der S-Bahnhof, der Marktplatz, das Rathaus, die Stadthalle und die Stadtsporthalle. Das südliche Ende der Radverkehrsachse ließe sich über die Eddersheimer Staustufe weiterführen, sodass sogar die Anbindung des Frankfurter Flughafens an das städtische und regionale Radverkehrsnetz möglich erscheint.“ Am 17.9.2023 lädt der Ortsverband der FDP erneut alle interessierten Bürgerinnen und Bürger der Stadt Hattersheim zu einer gemeinsamen Fahrrad-Befahrung des geplanten Streckenverlaufs ein. Treffpunkt ist um 11:00 an der Eddersheimer Staustufe